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LLLL

LLLL = Lange Lange Lese Liste


Martin von Arndt
Tage der Nemesis


Martin von Arndt
Oktoberplatz



Immo Sennewald
Raketenschirm


Hans Zengeler
Das letzte Geheimnis


Jost Renner
LiebesEnden


Peter Handke, Lojze Wieser, Frederick Baker
Die Sprachenauseinanderdriftung


Joachim Zelter
untertan


Joachim Zelter
Der Ministerpräsident


Alain Claude Sulzer
Aus den Fugen


Milena Michiko Flašar
Ich nannte ihn Krawatte


Miklós Radnóti
Gewaltmarsch


Michael Moshe Checinski
Die Uhr meines Vaters


Steve Sem-Sandberg
Die Elenden von Łódź

2
Jan
2012

Tandemgleitflug Albinoni & Albatrosse

aus:

Die Möwe Jonathan

"Überwinde den Raum, und alles, was uns übrigbleibt, ist Hier. Überwinde die Zeit und alles, was uns übrigbleibt ist Jetzt."

"Sei, was du bist, entfalte dein wahres Selbst — jetzt und hier, und nichts kann dir im Wege stehen.
So will es das Gesetz der Großen Möwe, das Gesetz des Seins."



Albatrosse & Albinoni im dynamischen Tandemgleitflug

Concerto for Trumpet Op 9 No 2
http://www.youtube.com/watch?v=1jNBTrHPVN4&feature=related

24
Dez
2011

Es gibt zwar viele Welten, viele Sonnen - aber wir haben nur diese eine Erde

Es gibt zwar viele Welten, viele Sonnen - aber wir haben nur diese eine Erde.

Ganz besonders meinen treuen BlogleserInnen, ob sichtbar oder unsichtbar, wünsche ich von Herzen eine friedliche Weihnachtszeit und für das kommende neue Jahr 2ooozwölf Vitalität sowie gute Freunde und Menschen, die begleitend durch das Leben ziehen.
Ich freue mich auf ein neues lou-salome-Blogjahr.



Seit den letzten Weihnachtsfesten hat sich nichts verändert, was Musik und Lyrik dazu anbelangt. Deshalb poste ich heute erneut "Brother in Arms".

Weihnachten-2008-053

Mark Knopfler – Brothers in arms

Diese nebelverhangenen Berge sind jetzt mein Zuhause.
Aber meine Heimat ist da unten,
im flachen Land – dort wird immer meine Heimat bleiben.
Irgendwann werdet ihr zurückkehren,
in eure Täler und auf eure Höfe,
und werdet nicht mehr darauf brennen,
Waffenbrüder zu sein.

Ich habe euer Leid gesehen,
hier, auf den Schlachtfeldern
habe ich eure Feuertaufe erlebt.
Und als die Schlacht heftiger wurde,
als ich schwer verwundet wurde,
in all diesem Schrecken und in der Gefahr
seid ihr mir beigestanden.
Ihr, meine Waffenbrüder.

Es gibt zwar viele Welten, viele Sonnen -
aber wir haben nur diese eine Erde.
Und doch ist es so, als lebten wir
in verschiedenen Welten.

Die Sonne ist zur Hölle gefahren,
und der Mond steigt auf.
Lasst mich Euch Lebewohl sagen.
Jeder Mensch muss sterben.
Aber es steht in den Sternen geschrieben,
und in jeder Linie in euren Handflächen:
Wir sind Narren, wenn wir Krieg führen
gegen unsere Brüder.

http://www.youtube.com/watch?v=9XVVZPefbR4

19
Dez
2011

Monolog I

Monolog I

Sieben Marktstände nach dem Schönschreiber, vor dem Badezelt, inmitten von rot und grün beleuchteten Lindenstämmen, hängen Felle wie zum Trocknen in der Luft. Metallener Glöckchenklang webt sich durch eine Menge, die den fernen Tönen eines Martinshorns keine Konkurrenz machen. Man wird regelrecht getragen, vorbei, rundherum, geradeaus. Fenster alter Fachwerkhäuser sind eingepackt in Tannenwedel, goldene Aluminumsterne und breite rote Schleifen stecken tief in deren Grün. Erinnern an geöffnete Kalendertürchen, aus denen die Schokolade längst herausgenascht ist und nun leuchtende Kerzen das ständige Treiben unterhalb ihrer kalten Nasen festhält. Fein geschnitzte Schlangenköpfchen an langen gedrehten Holzhälsen tragen ellenlange Zeltbahnen, Innenleben aus der Mittelalterzeit umhüllend. Filzbehütete Silberschmiede wachen über Gold und Silber, Fibeln, Ringe und mehr.
Harte Schläge aus der Nachbarschaft. Ein Ledergürtel wird bearbeitet, gelöchert. In Aussicht auf neue Besitzer mit breiten oder schmalen Hüften.
Rauchiger Holzfeuergeruch kriecht über den Platz. Blicke richten sich zu einer Hexenküche, aus der wundersame Düfte hungrige Nasen umschmeicheln. Es bleibt nicht aus, man wird zum Holzlöffel greifen, ihn in eine wohlgefüllte Schale mit fetter Suppe tauchen, Holzofenbrot stippen und essen. Wirte schenken Glühwein aus. Heiß. Vor diesen Ständen muss man besonders lang anstehen. Und dann umschwirren Myriaden von Feuerfunken für kurze Zeit hunderte Schattenköpfe, bevor nach Mitternacht endlich Ruhe einkehren wird.

jbs 2oooelf

14
Dez
2011

der ministerpräsident von joachim zelter

noch nicht – doch nicht – nicht mehr. die utopie.

betrachtungen aus der sicht einer hörenden die gesehen hat.
blickwechsel.
vom bistrotisch zum lesepult. ein jemand als niemand, ist ins alter gekommen.
ein kariertes ockerfarbenes verblichenes jackett umhüllt ihn. nicht schmeichelnd.
einführung.
einführungspalaver.
der karierte will etwas sagen. sagt aber nichts. aus. über einen schriftsteller, der worte in schrift stellt. der horizonte erweitert. der wahrhaftig mit lust und schelmenblick mit sprache spielt. ein genius des erzählens.
der karierte geniert sich nicht. seine einführung ( und später auch mit seinem schlusswort ) für die nachfolgende lesung ist blah.

blah.
blah.
BLAH!

zum glück hält er sich kurz. setzt sich. rasch. erleichtert. stuttgarter druckerschwärze wird ihn tarnen. fünfundvierzig minuten lang. ihn und seinen schlaf. lichtreflexe auf pomadenglanz. einzige zeugen seiner karierten anwesenheit. das kinn fällt. schützt die drosselgrube. sein glück!

der steller der schrift stellt sich. hinter seine worte. vor seine worte. ist mittendrin. sichtbar. unsichtbar. fassbar. in millimetergenauen pointen erzählt er. vom menschsein. von verlusten. vom gewinnen. über moral und macht. von einem umfall der ein unfall war. vom märz, der kein monat ist und nur karriere kennt. von wolkenbauer, die in keiner handwerkskammer vertreten ist. von hannah. hinten wie vorne mir h geschrieben. von einem ursprünglichen kloster. urspring. claus urspring. doktor claus urspring. ministerpräsident im krankenstand. heijeijei! heijeijei!
von leeren inszenierungen. vom inhaltslosen schein.

erinnerungen liegen. tag und nacht.

und was bedeutet nun utopie? noch nicht? doch nicht? nicht mehr?

der autor verrät es nicht. die lesung ist vorbei. alle klatschen. die zuhörten. stille. wärme für zelter. sammeln der gedanken. öffnen der münder.
der karierte ist erwacht. tritt vor das mikrophon.
schön hat er gelesen. der schriftsteller. der zelter. fragen?! keine fragen!? dann wünsche ich einen guten nachhauseweg! auf wiedersehen.

murren. nicht so schnell!

blickwechsel.
vom lesepult zu den bistrotischen.
joachim zelter. der schriftsteller. verwandelt jetzt schrift in sprache.
wir bleiben sitzen.
sehen.
hören.
reden.

jbs 2oooelf

Ein Trailer zum Buch:

http://www.youtube.com/watch?v=0Ro63su-yzM

Das Buch. Zum Reinschauen:

http://www.kloepfer-meyer.de/default.asp?Menue=1&Buch=140

Eine gelungene Rezension:

http://www.begleitschreiben.net/joachim-zelter-der-ministerprsident/

10
Dez
2011

fragment III

fragment III

dinge sehen, die nicht sind
täuschen, verborgene objekte
überrumpelnd erfahren
tatsächlich bin ich
geheim

hölzchen streichen,
reibung erzeugt, entfachend
im dunklen
raum

licht

wohin sich wenden
auf den ersten blick
und vorstellen
zu finden,
was ist


jbs 2oooelf

6
Dez
2011

fragment II

fragment II

wintersturm bläst, flocken
ausser rand und band
im schneegestöber
keine sicht

schönwetter
auf wolke sieben
gesucht, nicht gefunden
schlag den kragen
hoch


jbs 2oooelf

3
Dez
2011

sonnenbanderillos

sonnenbanderillos
jagen
zitternde
lichtreflexe
und ehe du
dich versiehst
ist das spiel
vorbei

jbs 2oooelf

26
Nov
2011

fragment I

fragment I

rotbraune rosen staken, verschlossen
vertrocknet am gerüst, um
geneigt errötend vergangene Pracht
zu zelebrieren

novemberreif
umklammert verblühten rausch,
irrlichtert über eisblumenfelder
aufwartend
was kommen wird


jbs 2oooelf
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lou salome

"Vielleicht war vor den Lippen schon das Flüstern da und ohne Bäume tanzte schon das Laub."Ossip Emiljewitsch Mandelstam

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Zuletzt aktualisiert: 26. Mai, 22:16

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