User Status

Du bist nicht angemeldet.

Aktuelle Beiträge

Das letzte Geheimnis
Das letzte Geheimnis von Hans Zengeler In einer bildhaften...
lou-salome - 14. Okt, 16:20
Die Illusion vom Fliegen
„Die lange Liebe ist deshalb möglich –...
lou-salome - 14. Mai, 15:53
Wolkenzüge und Raketenschirm
Die Trilogie „Wolkenzüge“ ist mit...
lou-salome - 8. Apr, 21:45
Kein Aprilscherz
Ab dem 1. April 2ooodreizehn werde ich, lou salome...
lou-salome - 31. Mrz, 08:29
unen enkh, tündük,...
"Und dieses Buch, es ist mein Körper, Und dieses...
lou-salome - 27. Mrz, 22:51

LLLL

LLLL = Lange Lange Lese Liste


Martin von Arndt
Tage der Nemesis


Martin von Arndt
Oktoberplatz



Immo Sennewald
Raketenschirm


Hans Zengeler
Das letzte Geheimnis


Jost Renner
LiebesEnden


Peter Handke, Lojze Wieser, Frederick Baker
Die Sprachenauseinanderdriftung


Joachim Zelter
untertan


Joachim Zelter
Der Ministerpräsident


Alain Claude Sulzer
Aus den Fugen


Milena Michiko Flašar
Ich nannte ihn Krawatte


Miklós Radnóti
Gewaltmarsch


Michael Moshe Checinski
Die Uhr meines Vaters


Steve Sem-Sandberg
Die Elenden von Łódź

Eigentexte

31
Mrz
2013

Kein Aprilscherz

Ab dem 1. April 2ooodreizehn werde ich, lou salome vom twodayblog, auf wordpress wechseln. Man wird meine neuen Einträge unter http://schriftwechsel.wordpress.com/ finden.

Blogwechsel zu schriftwechsel

Lange habe ich hin und her überlegt, ob ich diesen kleinen Blog, der mir sehr ans Herz gewachsen ist, still legen soll. Jedoch habe ich seit Monaten keine Möglichkeit mehr, neue Bilder hochzuladen, da ich diesen Blog kostenlos nutze. Mein gebührenfreier Speicherplatz ist längst übervoll. Zudem habe ich Aufbruchstimmung, ein neues Design zu gestalten. Inhaltlich wird sich nichts ändern.

Nach dem 1. April werde ich hier noch eine Buchbesprechung veröffentlichen, die auch auf schriftwechsel online gestellt wird.
Anfangs werde ich auf schriftwechsel noch ein wenig basteln müssen, u.a. möchte ich die gesamten Buchbesprechungen/Rezensionen rüber kopieren. Dies wird etwas Zeit brauchen.

Ich möchte mich für jahrelange Blogtreue bedanken ... den stillen Lesern und den Lesern, die mit einem Kommentar meine Seite belebten.

Vielen Dank!

Auf ein Wiedersehen auf #schriftwechsel#!

27
Mrz
2013

unen enkh, tündük, aitmatov und steppentöne

"Und dieses Buch, es ist mein Körper,
Und dieses Wort, es ist meine Seele ..."


„Ja, bitte, noch eine Schale Kumys!“
Kumys ist milchweiß und schmeckt säuerlich, prickelnd, mit mandelartigem Nachgeschmack. Das Nationalgetränk aus vergorener und geräucherter Stutenmilch schmeckt nicht nur mir. Nippend beobachte ich die Jurtensiedlung am Fuß grauer Felsen, die sie sich wie frische Champignonköpfe aus satten grünen Matten hervor schieben.
Leider müssen wir weiter. Kurze Zeit später stapfen wir mit unseren Pferden bergab, winken bunten flatternden Röcken zurück, fixieren unsere Blicke auf den Pfad und dann wieder weit voraus auf den blassblauen Spiegel des Issyk Kul. Der „Heiße See“. Er liegt mitten im Tian Shan, den „Himmelsbergen“ und ist der See, über den der berühmte kirgisische Dichter seinen „Weißen Dampfer“ ziehen ließ. Wir wandern durch Tschingis Aitmatovs Land.
Mehrere tausend Jahre zogen die Kirgisen als Nomaden durch die Berge, begleitet von einer praktischen Unterkunft, die in zwei Stunden auf-und abzubauen ist.
Der Jurte.
Aus einem kreisförmigen Scherengitter, sechs oder sieben Meter im Durchmesser, ragen Stangen schräg hoch zur Mitte und treffen sich im Tündük. Was für eine ausgeklügelte Konstruktion!
Matten aus Federgras sind rundum ans Holz gebunden, dicke Filzbahnen mit Kordeln und Tauen darüber festgezurrt. Teppiche über einer Plastikplane bedecken den Boden, Filzstreifen mit farbenprächtigen Ornamenten schmücken die Wände …

Also, obiger Text ist nach einer Reisebeschreibung entstanden. Ich selbst war noch nie in Kirgisien. Wenn man allerdings Bücher von Tschingis Aitmatov liest, hat man das Gefühl, sich auf weiter kirgisischer Ebene zu befinden. Man reitet unter silberner Mondsichel einer Herde Yaks entgegen, über dem Rücken der Pferde spürt man die federnde Steppe, die Sättel knarren und ächzen und aus der Ferne … still! ... leise! hörst du auch die fernen Töne? Ob das Dschamilja und Danijar sind?

Wunderschön, wild und anmutend sind Aitmatov's Texte. Klage und Sehnsucht spricht aus ihnen heraus. Und im "Ein Tag länger als ein Leben" zitiert Aitmatov Grigor Narekazi, einen Mönch aus dem 10. Jahrhundert:

Und dieses Buch, es ist mein Körper,
Und dieses Wort, es ist meine Seele ... .


Unen Enkh wurde 1958 in der Mongolei geboren. Nach einem Studium für angewandte und Bildende Kunst in Prag und Budapest lebt und arbeitet er seit 1988 als freier Künstler und Illustrator in Deutschland.
Nach öffnen des eingefügten Links bekommt man eine Jurteninstallation des Künstlers zu entdecken:

http://www.museum-biedermann.de/cms/upload/ausstellung/Back_To_The_Roots/Enkh_oT_breit.jpg

und hinter diesem Link verstecken sich weitere Werke des Künstlers:

http://www.enkh.de/#oben

Er war im vorletzten Jahr mit seiner Ausstellung in unserer Stadt. Es war hochinteressant, wie aus der Verarbeitung von Rosshaar, das Biegen von Eisendrähten und das Knoten von Hanfschnüren Installationen entstehen können.

jbs 2ooodreizehn

25
Mrz
2013

Textsplitter-Vabanque

Textsplitter aus:

Vabanque


Es war eine kleine Prozession von Pfarrer, Messdiener und Sargträgern, die ihren Weg Richtung ausgehobenes Grab aufnahmen.
Dorfbewohner rückten auf und eine fremde junge Frau, deren Gesichtszüge Melancholie und Mitgefühl ausdrückten, schloss sich dem Trauerzug an. Neugierig drängelte sich Nada, Tomislav's achtjährige Enkelin, vor. Sie wollte wissen, woher die Fremde kam und wieso ist sie dort war. Aber bevor sie fragen konnte, verschwand die Unbekannte mit dem roten Zopf urplötzlich aus ihrem Blickfeld. Nach ein paar Minuten entdeckte Nada sie jedoch wieder und jetzt baumelten in deren Händen ein Paar alte staubig braune Damenschuhe, sogenannte Schnürer, die das Aussehen verschrumpelter Kartoffeln hatten, sowie ein Paket gelblich verblichener Zeitungen und eine Salatgurke.

Nada beobachtete, wie die rote Zora, Nada hatte sie blitzschnell auf diesen Namen getauft, immer wieder schluckte und sie fragte sich, was die Frau mit diesen merkwürdigen Utensilien auf einem Friedhof zu suchen hatte. Blumen, so wusste Nada, Briefe, Ringe, all das legten Angehörige, Freunde oder Bekannte mit in ein Grab. Aber alte Schuhe? Alte Zeitungen. Eine Gurke? Nada fixierte die Frau mit dem roten Zopf noch neugieriger, beschloss, sie nicht aus den Augen zu lassen und wagte kaum, weiter zu denken.
Sie wird doch wohl nicht? Das Grab ist doch kein Mülleimer!
Nada zog ihren kleinen Faltenrock über ihre schmalen Hüften höher und stellte sich auf Zehenspitzen, um den Dorfpfarrer aus ihrer Reihe besser sehen zu können.
Die Träger hielten. Nickten dem Geistlichen zu, der über die schwarze Menge hinweg die Worte, Erde zu Erde, Asche zu Asche, Staub zu Staub emotionslos näselte. Der Sarg senkte sich in die Tiefe und als die ersten Blumen ins Grab fielen, wachte die Rote auf. Sie warf mit anfänglichem zögern den Packen Zeitungen, dann die Schuhe
und schließlich die Gurke auf den Sarg. Ein empörtes Raunen ging durch die Menge.
Sie aber drehte sich abrupt um, achtete weiterhin nicht auf die Trauerfeier und schlenderte an das andere Ende des Friedhofes. Setzte sich mit dem Rücken an eine Marmorgrabplatten und drehte sich über „Drago Kumicic“ eine Zigarette.

Nada wird sich noch Jahre später an diese merkwürdig wirkende Verabschiedung erinnern.
Während sich die Trauergesellschaft auflöste, vernahm man hier und da schon wieder ein verstecktes Lachen, aber auch immer lauter werdendes Gezeter der Frauen. Die Rote verstand nicht, was auf kroatisch geschimpft wurde und verstand es doch.

Von der Straße war ein altersschwacher Motor zu hören, in dessen Geruckel Nada jaulte:
„Ach lieber Deda, lieber Opa, ich will nicht heim laufen. Ich will mit euch faaahren.“

„Du gehst mit den Weibsleuten, Nada. Der alte Bozi und ich müssen reden. Männersachen. Basta!“

„Männersachen. Ja! Über Männersachen. Vom Matko, deinem Deda, und mir. Und der verdammten Ustascha,“ grummelte Bozidar zwischen den Lippen hervor und zog an der Filterlosen, die er zwischen Daumen und Zeigefinger quetschte.

jbs 2ooodreizehn

22
Mrz
2013

big crash II

Textsplitter II aus "Big Crash" ( Arbeitstitel )

Dr. Mehring war todmüde. Sein Feierabend lockte vor der Kühlerhaube. Endlich raus aus der Gerichtsmedizin, rein ins Auto. Nach Hause. Um diese Zeit am Morgen nickten ihm Nachtkerzen verschlafen vom Straßengraben aus zu und Spinnen, sonst immer listig auf der Lauer nach Beute, schliefen berauscht vom Herbsttau in ihren Netzen. Mehring sah das alles nicht. Zehn Stunden Nachtdienst in der Pathologie und nach langem wieder einmal ein Fall, der kniffelig war. Ein Endergebnis hatte er noch nicht diktieren können. Ihm war nicht klar, wie die Frau ihren Suizid hatte durchführen können. Im Keller, in einem Schrank mit geschlossener Tür, erhängt.

„Nicht natürlicher Tod“, das Kreuz neben dem 'nicht' prangte fett und bedeutungsvoll auf dem Leichenschauschein. Vielleicht hatte der Notarzt ihm damit auf der Todesbescheinigung eine Nachricht zukommen lassen wollen. So wie: Denk daran, was ein Rechtsmediziner übersieht, bleibt für immer unentdeckt. In Mehrings Kopf holperte es. Warum hatte sie sich im Schrank versteckt? Wieso auf diese Art? Weshalb im Haus, wo sie doch wissen müsste, welch einen Schock sie ihrem Mann versetzen würde, wenn er sie finden würde, wenn er nicht selbst …? Lauter W-Fragen!
Wieso? Weshalb? Warum? Wie lange? Wer?

Mehring blickte geradeaus auf die Autobahn, die ihm in der Frühe seltsam eng und leer vorkam.
Nunja, murmelte er müde, eine Lösung werde ich heute Früh nicht mehr finden. Ausgestorben, sind heute alle Berufspendler ausgestorben? Ja dann, Straßen frei für Mehring! Recht so, recht so!
Er drehte den Pegel seines neuen Autoradios auf 85 und zog mit dem Septembernebel die Bässe ein, die tief und vehement in den Basskeller des kleinen Apparates hineingriffen. Jetzt könnte die Heimfahrt doppelt so lang dauern, entzückte er sich, diese Errungenschaft hat sich gelohnt, auch wenn der Kredit höher ausgefallen war, als ihm lieb war. Aber, so hatte er es seiner Judith gesagt, aber! Irgendeine Schwäche müsse er doch haben dürfen. Wenn er sonst keine hätte.

Chee Yun spielte auf der Violine Oblivion. Mehring blinzelte. Oblivion von Astor Piazolla. Wie wunderbar! Jeden Ton kannte er. Während seines Medizinstudiums hatte er sie in sein Gehirn implantiert, nein, regelrecht einzementiert.
Schwer fielen seine Lider zu. Nur kurz. Und doch zu lang.
Judith hatte ihn immer wieder vor Sekundenschlaf gewarnt, gerade nach langen Arbeitsnächten sei die Gefahr für ihn ziemlich groß. Er hatte nur gelacht. Er arbeite nun schon so lange nachts, die Müdigkeit hätte er im Griff.

Sein Wagen schlenkerte. Erschrocken schlug er die Augen wieder auf. Schnell hatte er den neuen Citroen wieder im Griff und fuhr direkt auf eine Brücke zu. Sitzt da nicht jemand? Erneut blinzelte er. Jedoch war es zu dunkel, um Näheres zu erkennen. Er rieb sich die Augen. Da wird doch wohl niemand Steine werfen wollen? Das hatten wir doch erst kürzlich in der Zeitung stehen. Vier Zwanzigjährige auf dem Weg von der Disco nach Hause. Maren, die Tochter seines Kollegen saß mit in dem Unglückswagen, sie hatte ihm alles erzählt. Wie es passierte.

Dr. Mehrings Blick auf den Bordcomputer zeigte hundertvierundfünfzig Stundenkilometer an. Der Franzose lief prächtig! Er rieb erneut seine Augen. Und passierte die Brücke, eine von vielen auf der Strecke nach Hause.

Seine Gedanken waren bei Maren. Was hatte sie noch einmal erzählt? Sie wäre mit einem Mülli, einem Ingo und ihrer besten Freundin Susanne in der Heidedisco gewesen? Und auf der Rückfahrt, es fing schon an zu dämmern, rief Mülli, der den alten Kadett fuhr plötzlich:
Hickinnbotham!
Sag's nochmal, wollte Ingo hören.
Hick hick hick in botham!
Daraus kannste nen Rapp machen, Mülli, nen geilen Rap! Ingo grölte, er habe sich regelrecht in dieses Wort hineingesteigert.
Susanne hätte sich beide Ohren zugehalten, während Maren genervt aus dem Wagenfenster schaute.
Ich will in mein Bääättt! jaulte Susanne los. Aber niemand nahm sie ernst.
Ingo hielt plötzlich eine Flasche Vodka in der Hand. Willste noch nen Schluck? hätte er Mülli gefragt und ihm den Fusel vor das Gesicht gehalten.
Ich fahre, siehste doch! Biste schon so knülle, das du das nicht mehr blickst? Jetzt komm, zieh die Flasche wech. Wie soll ich da lenken?
Mülli hätte Ingo regelrecht angeblafft.
Und wie finnste den, Ingo ließ nicht locker: Hick in Botham – alles geht vorbei – nur der Wahnsinn bleibt, yeeeeeah! Hicks! Sorry, der gehörte nicht dazu. Also weiter, der Tod kommt – auf dich zu – und schon – kam es im Nu - .
Maren habe ihn angeschrien, aufzuhören, das sei doch nur blöd!
Ihre Stimmung war völlig gekippt. Gute Laune war gestern.
Das am Seitenfenster ein Maisfeld vorbeiflog und Heidschnucken in völliger Gelassenheit wiederkäuten nahm niemand im Wagen wahr. Eine Moorlandschaft neben der Strecke entlockte Susanne dann merkwürdigerweise doch ein: Guckt ma, Drostes Knabe im Moor! Aber niemand hörte zu. In dem Moment, als Maren sagen wollte, dass die Freunde beim nächsten Mal ohne sie in die Disco könnten, schrie Ingo wieder auf: Gugg ma, Mülli, bliggst de das? Sinn da nich zvei auffer Brücke? Ham die eddwa Steine inner Hand?

Mehring nahm sich vor, nach seinem Nachmittagsschlaf Maren anzurufen , um zu erfahren, wie es der Truppe gehen würde. Immerhin waren die vier mit ziemlich schweren Verletzungen nach dem Autocrash in die Klinik gekommen. Der oder die Steinewerfer waren noch nicht gefasst.

Dr. Mehring gähnte. Wo er wieder seine Gedanken hatte. Er sollte jetzt doch besser auf die Straße achten, noch dreißig Kilometer bis zur Kaffeetasse und seinem Bett. Er gähnte erneut. Seine Lider wurden schwer. Dann waren sie zu.
Sekundenlang.
Zu lang.
Plötzlich ein Schuss. Oder war es ein Knall? Auf jeden Fall war er schlagartig wieder wach. Nur war es zu spät. Der brandneue Citroen schlingerte heftig. Zu heftig. Zog an die Leitplanke, Mehring stieg voll auf die Bremse. Zu spät. Der Wagen kollidierte erneut mit der Schutzplanke und ein paar Meter weiter schien ein Reifen zu platzen. Bevor Mehring irgendetwas realisieren konnte, wurde alles um ihn herum schwarz.

Vorsichtig versuchte er seine Augen zu öffnen. Was ihm nicht ganz gelang. Blut klebte an Stirn und Wimpern. Verteilte sich langsam über sein Gesicht. Er spürte mit Zeige-und Mittelfinger den Orbitabögen nach.
Nichts gebrochen. Ein Glück,! Aber da! Was ist das? Mehrings Finger ertastete eine Platzwunde oberhalb der rechten Augenbraue. Aus dieser floss die klebrige Masse ununterbrochen.

Tupfer! Schere! Naht! Schnell! Dr. Mehring lachte zynisch. Ja, Schwester Marrii wäre jetzt sofort zur Stelle. So wie in der letzten Woche, als die Sanitäter eine Schwerverletzte von der Autobahn in die Klinik brachten. Unfall durch Steinewerfer. Seine Kollegen aus der Chirurgie waren wie immer unterbesetzt. Der Pförtner rief bei ihm an, ob er Kapazitäten frei hätte, eine Frau wäre eingeliefert worden, vierunddreißig Jahre alt, schwere Schnittverletzungen im Oberarmbereich und ein Pneumothorax links. Müsse sofort in den OP. Schwester Marrii stand schon steril am Tisch, sie hätte sicher gerne selbst genäht, fragte dann aber nur: Resolon oder Supramid Extra?

Wieso ihm dies jetzt nur alles einfiel, fragte er sich und versuchte mit der anderen Hand an seine Hosentasche zu kommen. Irgendwie muss ich doch ans Taschentuch kommen, fluchte er. Es ging nicht. Mit verschleiertem Blick stellte fest, das die Seitentür den linken Arm eingequetscht hatte und der geöffnete Airbag drückte ihm fast die Luft ab. Für einen kleinen Moment kamen ihm Zweifel auf, ob sich das alles in seiner Realität abspielen würde oder ob er in einem schlechten Film mitspielte.
Aus der Entfernung war ein Martinshorn zu hören. Rettung! Wieder schloss Mehring seine Augen. Und bevor bei ihm alles erneut dunkel wurde, schlüpfte ein letzter Akkord Oblivion in sein Ohr.


jbs 2ooodreizehn

15
Mrz
2013

big crash

Textsplitter aus "Big Crash" ( Arbeitstitel )

Sie wartete.
Und sie saß.
Nein, sie balancierte. Sie balancierte ihr Gesäß auf einem Brückengeländer aus und ihre langen dünnen Beine, die in stonewashed Jeans steckten und in roten Chucks endeten, kippelten hin und her, wie beim Pedalspiel an der Orgel. Dazu entfaltete sich unter ihr ein Klangraum ganz eigenwilliger Art. Einsetzender Berufsverkehr rauschte in auf- und abschwellenden Tönen vorbei. Manche Autos gaben Lichtsignale.
An.
Aus.
An.
Aus.
Erst verhaltend. Dann fordernd. Warnend. Durch die Windschutzscheiben blickten unsichere Gesichter zu ihr hinauf. Wirft sie oder wirft sie nicht?

Luise hätte ihnen gerne die Zunge raus gestreckt. Vor Freude.
Weil seine SMS noch ganz warm in ihrer Jackentasche lag.
Aber zu dem Zeitpunkt war das völlig unmöglich. Ihre Zunge war mit etwas ganz anderem beschäftigt. Die Wartezeit wuchs in eine Blase hinein. Wuchs und wuchs. Weiß-nebelig stieg der Ballon auf, über Lippen und Nase. Nur noch wenige Atemzüge passten in den Hohlraum. Vorsichtig, sehr vorsichtig, damit es nicht zum vorzeitigen Bersten kam, presste sie kühle Morgenluft in die fragile Materie.

Plötzlich ein Knall. In Bruchteilen von Sekunden breitete sich der neue Ton wellenartig aus. Schnellte über die Autobahn, in die angrenzenden Maisfelder, tänzelte über deren Fahnen, schwang sich über Stacheldrahtzäune und ließ sich vom Horizont verschlucken.
Luise fiel.
Nicht weit.
Nicht tief.


jbs 2ooodreizehn

28
Nov
2012

Laricio

Korsika-2-158
Laricio-Kiefer
jbs 2ooozehn

Bäume finde ich fantastisch! Es ist unglaublich, wie sie anscheinend mit nichts wachsen und überleben können. Diese Kiefer zum Beispiel, die wächst auf fast 1400 Meter auf Korsika. Und nicht vorstellbar ist das Alter, welches diese Bäume erreichen können: bis zu tausend Jahre!

28
Aug
2012

Fax und ein türkischer Gewürzladen

Der Zusammenhang zwischen einem türkischen Gewürzladen und einem Fax

Vor ca. drei Wochen rief mich die türkische Freundin meiner Tochter an. Ganz aufgelöst. „Frau Bürkle,“ schnaufte sie etwas, „Frau Bürkle, haben Sie ein Faxgerät daheim?“
„Nein,“ antwortete ich, „ haben wir wohl, aber nicht angeschlossen. Aber in der Praxis, da gäbe es ein Gerät. Warum?“
Sie erklärte mir am Telefon, ihre Eltern mit zwei kleineren Schwestern und einer Nichte würden an der türkischen Grenze festsitzen und nicht durch den Zoll kommen, weil sie ihre Fahrzeugpapiere daheim vergessen hätten. Der Wagen wurde vor der langen Fahrt reisetauglich gemacht und der Fahrzeugschein blieb liegen. Die Eltern hätten keine Chance den Zoll zu passieren, wenn nicht die gültigen Papiere vorliegen würden. Ob wir die faxen könnten. Die Nummer vom Faxgerät des Zollbüros habe sie im Handy gespeichert. Es wären derzeit über 40°Celsius, das Land befände sich wie in einem Bratenschlauch. Und den Wagen könne man nicht verlassen, es würde gestohlen werden, wie bei den Raben … wäre man erst in der Türkei, die Parkplätze dort seien sicher und beaufsichtigt, da könne man dann wenigstens den Wagen verlassen, um in den Raststätten etwas zu trinken. Aber so …

„Ich bin in fünf Minuten bei Dir, Melek, warte an der Haustür!“

Ein paar Minuten später stieg sie erleichtert ein und erzählte mir, dass ihr eine Freundin, von der sie wusste, dort in der Wohnung, stehe ein Fax, Hilfe verweigert hätte. Und die Post habe ja jetzt um halb sechs zu.
Während der Autofahrt unterhielten wir uns unter anderem über die derzeitige Gartenernte, über Zucchini, Gurken und Bohnen und auch über Auberginen. Ich erzählte ihr von einem persischem Gericht, bestehend aus Auberginen, Zwiebeln und Rührei und als Gewürz, ganz wichtig, Safran. Da dieses aber in Deutschland so teuer sei, nehme ich dafür immer Kurkuma.
Ja, meinte sie, Safran sei in der Türkei sehr billig, sie könne sich gar nicht vorstellen, dass es hier so teuer sei.

Mittlerweile waren wir an der Praxis angekommen. Wegen Urlaub waren die Räume verschlossen und dunkel. Ich machte Licht, mein Weg und Blick zielte auf die Ecke, in der das Gerät, normalerweise, steht. Aber … gähnende Leere. Da fiel mir ein, dass wir wegen Wartungsarbeiten die EDV-Anlage einschließlich Faxgerät weggegeben hatten.
„Oh manno,“ stöhnte ich flaspig, „oh menno, das habe ich ja total vergessen! Was machen wir jetzt?“ Mittlerweile war es achtzehn Uhr.
„Vielleicht Mediamarkt?“ überlegte Melek.
„ Ja, das ist,“ erwiderte ich erfreut. „Wenn nicht da, wo sollte sonst ein Faxgerät sein!“

Wir stiegen wieder ins Auto und fuhren an den Stadtrand zum Mediamarkt. An der Infotheke erklärte ich dem Mitarbeiter worum es ginge und bat ihm um das Versenden des Fahrzeugsscheines.
„ Privates darf ich nicht faxen!“ Unfreundlich schnodderte der Mitarbeiter uns an. Ich ließ nicht locker. Das dürfe doch nicht wahr sein, er könne das doch kulanter Weise machen. Er habe doch gerade mitbekommen, dass dort an der Grenze, bei der Hitze, fünf Personen im Wagen festsitzen und nicht weiterfahren könnten.
„Ist mir wurscht. Ich darf private Dinge nicht faxen.“
Schluss. Aus.
Der machte doch tatsächlich seine Schotten runter!

Ich schnappte nur nach Luft und Melek zog mich am Ärmel zum Ausgang. Was nun?
Der Polizeiposten! Ja, der fiel mir plötzlich ein. Der war nur zwei Straßen weiter. Wenn nicht die Truppe dort faxen wird und darf … dann!

Wir parkten vor dem Polizeigebäude. Stiefelten hinein, Treppe hinauf und standen in einem sterilen Büro, durch eine schwere Glasscheibe von den Beamten getrennt.
„Ja, bitte, was kann ich für sie tun?“ Der Diensthabende schaute etwas desinteressiert auf uns zwei so unterschiedlichen Leutchen.

Ich erzählte ihm, warum und wieso wir hier wären.
„Ja, dann schieben sie mir mal die Papiere und Nummer des Grenzbüros hier durch. Schauen wir mal, ob es klappen wird.“

Drei Minuten später hatten wir den Fahrzeugschein und die Benachrichtigung, dass das Fax am türkischen Grenzposten angekommen sei.

„Jehepp,“ rief Melek glücklich.

Eine Woche später ist sie ihren Eltern nachgeflogen, um mit der Familie dort ihren dreiwöchigen Jahresurlaub zu verbringen. Die Papiere hat sie natürlich mitgenommen.

Und ich, ich liege gerade im Garten und genieße meinen „freien“ Tag, da höre ich das Telefon. Laufe an den Apparat, erblicke auf dem Display eine mir fremde Handynummer, hebe ab.

„Hallo! Hallo, Frau Bürkle! Hier ist Melek!“

„Ja, Melek,“ rufe ich erstaunt und freudig ins Telefon,“ bist Du schon wieder zurück?“

„Nein! Nein, ich stehe hier in der Türkei in einem Gewürzladen und kann meinem Vater nicht mehr sagen, wie das Gewürz hieß. Das für die Auberginen. Und? Wie ist nochmal der Name? Ich will Ihnen einen Beutel mit nach Deutschland bringen.“

Und soll ich dazu mal was sagen? Ich bin unheimlich gerührt und irgendwie ein wenig glücklich.

jb
geradeeben 2ooozwölf

2
Jun
2012

Hinter der Wand das Meer

Splitter aus meiner Erzählung, die im Werden ist.
Arbeitstitel - „Hinter der Wand das Meer“

„… Noch schlafen hinter herabgelassenen staubigen Jalousien alltagsmüde Geister.
Alisa genießt den stillen Beginn des neuen Tages.

Matko sitzt wie jeden Morgen auf einer alten Holzbank hinter seinem Haus und lauscht Zischelwinden, die, vom Dachrand fallend, seine Gesichtsfalten streicheln. Seit fünf Tagen bietet sich Alisa das gleiche Bild. Ein Greis, umgeben von blühenden Oleanderbüschen und Zypressen, in deren Geäst Grasmücken im raschen Tempo ihre kurzen Strophen rau schwätzend zum Besten geben. Zusammengerollt träumt ein rotgestreifter Kater auf hartem Lehm und flinke grüne Eidechsen jagen von Zeit zu Zeit Banderillos der Sonne auf schon gewärmter Steinmauer nach.
Matko sitzt bewegungslos. Sein Blick späht geradeaus, über Tomaten-und Paprikastauden, Hang
hinunter, Richtung offenes Meer. Vielleicht will er den Horizont wiederfinden, der seit jeher in den tükisblauen Farben der Adria und des Himmels ertrinkt. Zumindest in den Sommermonaten, denn in dieser Zeit fällt so gut wie nie ein Tropfen Regen und der Himmel bleibt klar. … „

jbs 2ooozwölf

20
Mai
2012

Fado und Wolkenwasserfall

Wolkenwasserfall
oder
Ein Reiseerlebnis

Hängende Gletscher, möchte man meinen, lecken über einen Gebirgsgrat. Langsam, majestätisch neigen sie sich auf der anderen Seite des Gebirges dem Tal zu. Wir halten den Atem an, um jeden Moment festzuhalten. Ein Wolkenwasserfall, dick, weiß, zuckerwattig, und grandios ergießt er sich ins Tal.
Rechts und links des Wolkengemäldes steigen schroff braune Felswänden vom Meeresufer hinauf bis zu dem knapp zweitausend Meter hohen Zentralgebirge Madeiras.
Dieses Bild wird sich tief in mein Gedächtnis eingraben.

Es fällt uns schwer, den Weg an die Küste wieder anzutreten. Aber nach halb neun dunkelt es ziemlich schnell und vor allem wird es sehr kalt. Und der Weg, der uns Richtung Calheta führen wird, schraubt sich regelrecht in die Felsen, kurvt um Felsnasen, taucht unter Überhänge hoch über die in Terrassen angelegten Dörfer. Noch leuchten die Felsen rot im Abendlicht, dann aber verschluckt uns langsam die Nebelwatte.

Um eine kleine Vorstellung zu bekommen, wie grandios dieses Schauspiel war, linke ich eine Bildadresse ein.
(Leider kann ich auf dieser Seite keine eigenen Bilder mehr einfügen.) Jedoch ist diese Aufnahme auch nicht schlecht.

http://home.arcor.de/hardy.zobel/Bilder/IMG_2535.JPG

Und etwas Fado aus Funchal:
http://www.youtube.com/watch?v=zUGRuadOcvw&feature=related

jbs 2ooozwölf

16
Feb
2012

Kruses Stern

Textsplitter aus:
Kruses Stern
von
jbs 2007

frostflowers

Der Flug ohne Rückfahrkarte endete auf den Diomedes Inseln. Weit weit entfernt jeglicher europäischer Zivilisation, die ihm in den letzten Jahren immer mehr zuwider geworden war. Und mittendrin, am Ende der Welt, auf Zeitzonen balancierend, schultert Adam Kruse sein Gepäck und macht sich auf den Weg.
Seine schlotternden Tränensäcke straffen sich im gleißenden Licht und begeistert nimmt Kruse eisige Felslandschaften wahr. Die unfassbare Schönheit arktischer Natur versöhnt seine Seele.

Seine ehemals fahrigen feuchten Finger lernen schnell. Das Lenkrad vom Ski-Doo liegt fest in den Händen, die bis vor Kurzem nur Tastaturen und Handys kannten. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis diese bei der Robbenarbeit zuverlässig anpacken werden.

Aufgeregte Huskies begleiten seine heutige Fahrt über das Eis zum Wasserloch, an dem er nach Robben jagen will. Jaulend und bellend vor Freude über die angekündigte Ausfahrt, lassen sich die vierpfotigen Kameraden ins Geschirr legen. Die Jagd durch die Schneelandschaft beginnt. Nur noch das Fahrgeräusch des Ski-Doos unterbricht die majestetische Ruhe der Gegend.
Ich, der Jäger und Sammler, sein angedeutetes Schmunzeln verliert sich hinter winzigen Eiszapfen, die sich in seinem Vollbart gebildet haben und er lässt die rauschhafte Schönheit der Eisregion, über der sich jetzt ein Himmel wölbt, der wie eine Fata Morgana mit betörenden Farben lockt, ein neues Lebensgefühl vermitteln.

Steller hatte ihm wieder geschrieben. Von Tokio aus will er über die Diomedes Inseln nach Hause fliegen.
Wer weiß, wann oder ob man sich sonst wiedersehen wird, mailte er ihm vor Tagen.
Kruse freut sich auf den einzigen Freund, er muss ihm viel von den letzten Wochen erzählen.

Das Wasserloch, an dem die Robben von Zeit zu Zeit nach Luft schnappen, liegt einige Kilometer vom Inuitdorf entfernt. Das zeitige Frühjahr bewirkt, das die Schneeschmelze früher einsetzt. Sommer in der Beringstrasse sind nur kurz und Kruse ist gespannt, wie das Packeis sich aufdriften wird, um stündlich neue Gebilde zu entwerfen. Er wird der einzige Gast auf dieser Kunstausstellung sein. Die Vernissage ist eröffnet.

Am Wasserloch angekommen, legen sich die Hunde sofort auf den Schnee. Für kurze Zeit hört Kruse noch ihr fiepen, schlucken und hecheln, dann kehrt Ruhe ein und ihre Köpfe schlummern zwischen festen Vorderpfoten.
Kruse selbst sitzt vor der dunklen Öffnung, beobachtet kleinste Bewegungen auf der glatten Wasseroberfläche, die nur von reflektierenden Sonnenblitzen glitzert.
Krusenstern! Krusensterne! Aus der Tiefe seiner Erinnerung hört er seine Tochter rufen. Papa, zeigst du mir wieder unseren Stern am Himmel?
Immer, wenn er nach langen Arbeitstagen zu Hause abzuschalten versuchte, erzählte er Christine etwas sentimental Geschichten vom Nordmeer und den Tschuktschen und dann wartete er sehnsüchtig auf ihre plappernden Worte: „Kommt Tschurken! Kommt nur! Da ist Papa's Krusenstern!“

Sanftes Beben auf dem Eis bewegt Kruse zum Aufblicken. Die Huskies sind schlagartig hellwach. Mit gespitzten Ohren wittern sie in Südrichtung. Das Beben lässt eine ungeheure Kraft ahnen, Motorengeräusch durchschneidet die weite Stille. Ein riesiger Atomeisbrecher nimmt genau die Richtung ein, in der Kruse sitzt. Adam packt flink seine Jagdutensilien auf das Ski-Doo, gibt den Hunden Befehle und setzt mit seinem Schneefahrzeug in Richtung Dorf zurück.
Plötzlich macht er wieder Halt. Er ist neugierig. Auf diesen Kraftkoloss von Schiff. Er sucht sich eine Anhöhe, lenkt die Hunde hinauf und bekommt einen Blick über die Fahrrinne, die das Schiff frei bricht. Aus seiner Perspektive erinnern ihn die Risse auf dem Eis an ein unregelmäßiges EKG. Zielsicher fährt der Eisbrecher durch das Packeis, nicht weit dahinter kommt ein zweites Schiff zum Vorschein. Ein typisches Kreuzfahrtschiff durchzieht die vorgezogene Furche von Flocken und Eis.
Am Bug findet sich eine bunte Menschenmasse zusammen, rufend klammern sie sich an die Reling. Ihre „Aaahs“ und „Ooooh's“ liegen fett auf der kalten Polarluft und unerwartet für Kruse, zeigt plötzlich ein Finger in seine Richtung. Fotoapparate werden ausgepackt, surrende Filmkameras gesellen sich zu den „Aaaahs“ und „Oooohs“, eine in Bärenfell gekleidete Frau winkt mit einem Tuch in seine Richtung.
Adam Kruse sieht sich um. Vielleicht ein Eisbär? denkt er, und vor lauter Beobachten bemerke ich nichts? Aber nichts dergleichen entdeckt sein suchender Blick. Das Spektakel gilt ihm.
Ja, ich bin ihr Objekt. Eine willkommene Abwechselung auf ihrer Tagestour – all inklusive! In Kruse steigt Ärger auf.
Mit lautem „Ho! Ho! Ho!“ feuert er die Hunde an, startet sein Ski-Doo und steuert es Richtung Dorf.
Bis hierher verfolgen sie mich, diese diese – ach! Kruse kneift seine Lippen zusammen und mit rasender Geschwindigkeit nähert er sich seiner Inuitsiedlung. Die Kufen zischen über den Schnee.
Den Riss im Eis bemerkt er zu spät. Der ist so breit, dass er mit dem Ski-Doo hängen bleibt. Auf einer bizarr glitzernden Treibeismasse bleibt er halb betäubt liegen. Entfernt hört er, wie seine Huskies in ein vereintes Heulen und Bellen einstimmen. Er schließt seine Augen und Steller, sein alter Kumpel Willi Steller taucht auf. Dann wird alles schwarz.
Dabei wollte er ihm doch erzählen, das er die richtige Entscheidung getroffen hatte.

(c)
jbs 2ooozwölf

Stichworte: Burn-Out-Gesellschaft - Innere Kündigung - Neuanfang - Zeitzone - Diomedes Inseln - Freundschaft - Beringstrasse

Aus meiner Facebook-Nachbarschaft linke ich ein Video ein und ich hoffe, es ist hier aufrufbar. Es zeigt den Eisgang vor Schlüttsiel in der Nordsee vom 16.02.2012.
Dieses Video war für mich die Inspiration, einen etwas älteren Text aus meinen Textgeburten hervorzukramen und ihn hier online zu stellen.

http://www.youtube.com/watch?v=8yNOuPSceaM
logo

lou salome

"Vielleicht war vor den Lippen schon das Flüstern da und ohne Bäume tanzte schon das Laub."Ossip Emiljewitsch Mandelstam

Suche

 

Status

Online seit 3338 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 26. Mai, 22:16

Credits

vi knallgrau GmbH

powered by Antville powered by Helma


xml version of this page
xml version of this page (with comments)
xml version of this topic

twoday.net AGB

Rechtliches

Hier gilt das Urheberrecht! Ich trage ausschließlich nur für meine Beiträge und Bilder und nicht für die Inhalte verlinkter Seiten Verantwortung.

BuchBeSprechUngen
Eigentext und Ton
Eigentexte
Fremd-und Eigentexte
Fremdtexte
Gedichte
haikuversuchsküche
lou's Lyrik
Mensch-liches
Rezensionen
satura lanx
Skizzen
Text und Ton
Ton
Zengeler-Rezensionen
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren